Um das Thema übersichtlicher zu gestalten, haben wir es auf mehrere Seiten aufgeteilt, die Sie unter diesen Links erreichen:

 

1. Chronik der Surfwiese

2. Beschlussvorlage der BA vom April 2010

3. Diskussionsstand im Herbst 2009

 

 

3. Diskussionsstand Herbst 2009


Aus für die Surfwiese
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Wie der Bürgermeister in der Einwohnerversammlung am 10.11.2009 mitteilte, haben die Gemeindevertreter mehrheitlich entschieden, sowohl das unten angegebene Nutzungskonzept, als auch ein zweites Konzept abzulehnen. Die Nutzung der gemeindeeigenen Wiese als Surf/Kitewiese wird zukünftig untersagt.

Im August dieses Jahres sandte die international tätige Dipl. Tourismus- und Sport-managerin Kathrin Borgwardt der Gemeinde Born das hier als Auszug einsehbare Konzept zur Nutzung und Entwicklung der Borner Surfwiese.

 

Das zum Thema eingerichtete Forum (nach einem Serverwechsel aus technischen Gründen nicht mehr verfügbar) wurde bisher erfreulich rege genutzt. Die Beiträge werden von uns ausgewertet. Sie bilden eine wichtige Grundlage für uns Interessen zu erkennen und zu unterstützen. Nutzen Sie bitte auch weiterhin diese Plattform - die Wirkung des Forums in der Öffentlichkeit war bisher beachtlich.  

 

Analyse der Borner Alternative


Zu 1 - Die Ziele und Interessen der Gemeinde

 

Zunächst einige Fakten:

  • In der Gemeindevertreter-Sitzung am 06.03.2003 wurde der Beschluss 07/03 einstimmig verabschiedet.

    Darin wird u.a. festgelegt, dass

    • die Anlandungsflächen (Surfplatz, Badestelle, Schilfgürtel) zu vermessen und zu inkommunalisieren sind
    • eines der Planziele die Sicherung der Surfstelle einschließlich eines Caravanstellplatzes ist
    • mit der Regenbogen AG ein städtebaulicher Vertrag geschlossen wird, in dem u.a. festzulegen sei, dass die Surfwiese gemeindliche Fläche mit eigener Zuwegung bleibt, über deren Nutzung weiterhin die Gemeindevertretung entscheidet
  • Dieser Beschluss ist bis heute gültig und wurde bisher - weder in der Gemeindevertretung noch in den Ausschüssen - in Frage gestellt.

  • Die erste Behandlung des Themas seit der o.g. Beschlussfassung ist in den zuständigen Gremien, Gemeindevertretung oder Ausschüssen, aufgrund der Initiative der Borner Alternative am 15. Oktober 2009 im Kultur- und Tourismusausschuß geplant.

  • Die sogenannte ?Surfwiese?, die sich im Besitz der Gemeinde Born befindet, wird durch ein Grundstück vom Bodden getrennt. Dieses ist die sog. ?Anlandungsfläche? und gehört dem Wasser- und Schifffahrtsamt. Seit 2006 bemühte sich die Regenbogen AG darum, die Anlandungsfläche zu pachten. Diese Bemühungen führten im Mai 2009 zu einem Pachtvertrag. Damit übt die Regenbogen AG auf dem Grundstück das Hausrecht aus und kann der Öffentlichkeit den Zugang zum Bodden verwehren.

  • Der Beschluss der Gemeindevertretung vom 06.03.2003 erteilt dem Bürgermeister den Auftrag, sich darum zu bemühen, die Anlandungsflächen zu inkommunalisieren, dh. in das Eigentum der Gemeinde zu bringen. Uns sind seitdem keine Aktivitäten der Gemeindeverwaltung bekannt, diesen Beschluss umzusetzen.
     

Aus dieser Sachlage ergeben sich Fragen:

  • Warum wurde die Umsetzung des Beschlusses 07/03 nicht vorangetrieben?
  • Hat die Gemeinde ein Vorrecht auf Pachtung oder Erwerb der Anlandungsfläche vor privaten Interessenten?
  • Seit wann wusste der Bürgermeister G. Scharmberg von den Bemühungen der Regenbogen AG um einen Pacht-vertrag?
  • Verpflichtet der Beschluss 07/03 den Bürgermeister nicht, eine Verpachtung der Anladungsfläche an ein privat-wirtschafliches Unternehmen wie die Regenbogen AG zu verhindern?
  • Ist Bürgermeister Scharmberg durch die Bemühungen seines Arbeitgebers Regenbogen AG, die im Widerspruch zum Beschluss 07/03 der Gemeindevertretung stehen, in einen Interessenskonflikt geraten?

 

Zu 2 - Das konkrete Nutzungskonzept von Frau Borgwardt

 

Die Fakten:

  • Frau Borgwardt hat im Sommer 2009 ein Konzept für ein ?Outdoorsport-Center? {->} an die Gemeinde zu Händen Bürgermeister G. Scharmberg eingereicht und sich um einen Gesprächstermin bemüht.
  • Als nach mehreren Anrufen und E-Mails keine Reaktion auf ihr Anliegen erfolgte, sandte Frau Borgwardt ihr Konzept am 22.8.09 auch an die Borner Alternative.
  • Kurz danach kam es zu einem Gespräch zwischen K. Borgwardt und G. Scharmberg
  • Wenige Tage später wurde den Betreibern der Surfwiese durch die Regenbogen AG mitgeteilt, dass der Anlandungsstreifen durch die Regenbogen AG gepachtet wurde und ab sofort jede Nutzung untersagt ist. Die Surfwiese war damit vom Wasser abgeschnitten und das Konzept von Frau Borgwardt als eigenständiges Unternehmen auf Gemeindeland nicht mehr umsetzbar.
  • Gleichzeitig wurde Frau Borgwardt aufgefordert ihr Konzept an die Regenbogen AG zu senden mit der Perspektive, das ?Outdoorsport-Center? in Kooperation mit dem RegenbogenCamp zu verwirklichen.
  • Am 13.09.09 eröffnete die Borner Alternative auf ihrer Internetseite ein Forum zu diesem Thema, von dem viele Surfer regen Gebrauch gemacht haben.

 

Zu 3 - Vorläufiges Resümee der Borner Alternative

 

  1. Nach Aussagen zahlreicher aktiver Surfer reiht sich die Borner Surfwiese in die weltweiten Top-Lagen der Surf-Szene ein. Denn die Wasser- und Windverhältnisse sind an vielen Tagen des Jahres optimal für Anfänger und Fortgeschrittene. Durch die Schließung anderer Boddenzugänge für Surfer (z.B. Dierhagen) ist der touristische Wert dieses ?Spots? nochmals gestiegen. Auch unter dem Aspekt des Naturschutzes ist es geboten, das Surfen auf wenige Plätze in der Region zu konzentrieren. Somit hält Born mit der Surfwiese ein touristisches Pfund in der Hand, welches zum Wohl des ganzen Ortes gesichert und entwickelt werden muss.

  2. Dieser Umstand bietet der Gemeinde die Möglichkeit, jungen Leuten aus dem Ort und der Region eine Existenz (z.B. als Surflehrer) aufzubauen oder zu sichern. Das entspricht dem erklärten Zielen aller Listen in der Gemeindevertretung. Der wirtschaftliche Vorteil einer frei zugänglichen Surfstelle für die Einwohner der Gemeinde liegt auf der Hand: viele Surfgäste übernachten in Ferienwohnungen, kaufen ein, gehen essen. In der ganzen Region wird gezielt versucht, den Urlaub bei uns durch Veranstaltungen für sportlich interessierte Gäste attraktiv zu machen. Born hat eine naturgegebene Attraktion für diese Zielgruppe.

  3. Das Betreiben des Campingplatzes durch die Regenbogen AG ist für die Gemeinde Born natürlich auch von großer wirtschaftlicher Bedeutung.  So gesehen ist die Gemeinde auch am Wohlergehen der Regenbogen AG interessiert. Auf der anderen Seite darf die Gemeinde ihre hoheitlichen Rechte nicht vernachlässigen, insbesondere sind gemeindliche Beschlüsse einzuhalten und durchzusetzen. Auch ist darauf zu achten, dass keine existentielle Abhängigkeit von einem einzigen Unternehmen entsteht. Aus Sicht der Gemeinde ist eine faire Wettbewerb-situation sehr viel wünschenswerter.

  4. Es ist Aufgabe der Ausschüsse und der Gemeinde-vertretung die Interessen der Gemeinde zu wahren.

 


Zu 4 - Nachfolgend gehen wir auf folgende Fragen ein:

 


  1. Warum stellt die Borner Alternative ein Diskussionsforum zum Thema ?Surfwiese? auf ihrer Website zur Verfügung?

    Die  Website ist für uns eine wichtige Plattform, um Öffentlichkeit und damit Transparenz zu erzeugen, wozu wir uns verpflichtet haben.


  2. Welchen Standpunkt bezieht die Borner Alternative zum Konzept des ?Outdoorsport-Centers" ?

    Die Borner Alternative findet das Konzept interessant, sieht darin Chancen für die Gemeinde Born und tritt für die vorbehaltlose und engagierte Prüfung dieses Konzepts ein

    Wie die lebendigen Forumsbeiträge zeigen, gibt es eine stattliche Zahl von Surfwiesen-Interessenten, die an der Fortführung des unkomplizierten und preiswerten Surfbetriebes sehr interessiert sind. Das möchten wir mit unseren Möglichkeiten unterstützen. Jungen Leuten in Born etwas zu bieten,  ist ein Ziel, für das es sich lohnt einzutreten. Und hierbei sollte die Gemeinde keinesfalls ihre Hoheit aufgeben, sondern selbst aktiv werden.

    Die Borner Alternative verkennt nicht, dass der status quo nicht aufrecht zu halten ist und kann nachvollziehen, dass es zu Verägerungen seitens des Regenbogencamps kam auf Grund von ungeregelter teilweisen Mitnutzung ihrer Sanitäreinrichtungen.

    Wir sind aber vollkommen davon überzeugt, dass vernünftige Regelungen zum beiderseitigen Vorteil getroffen werden können. Auch die im Konzept vorgesehenen baulichen Maßnahmen sind objektiv zu prüfen und können nicht mit einem Pauschalverweis ?Geht nicht, denn hier war mal eine Müllkippe? unbetrachtet bleiben.