Alte Oberförsterei

2013

Stellungnahme der Borner Alternative zur Präsentation am 31.1.13

Im Rahmen der öffentlichen Gemeindevertretersitzung am 31.01.2013 präsentierte Marco Pahl (grafik@genten) zusammen mit einer Innenarchitektin und einem Historiker ihre Studie zur möglichen Gestaltung des Forst-und Jagdmuseums im früheren Pferdestall der Alten Oberförsterei in Born.

Es handelt sich hier zunächst um einen skizzenhaften Ideenentwurf zur räumlichen, farblichen und groben inhaltlichen Gestaltung.

Das Trio hat insofern eine professionelle ordentliche und in dieser Phase kostenlose Vor-Arbeit geleistet. Aber hat man sich auf das richtige Gebäude bezogen?

Das Problem ist, dass hier der zweite Schritt vor dem ersten getan wurde.

Denn ein tragfähiges Gesamt-Nutzungskonzept für alle Gebäude der Alten Oberförsterei ist eben nicht erstellt worden. Die im Dezember 2012 mehrheitlich verabschiedete Konzeption von D. Esser muss unbedingt ebenso professionell überarbeitet werden. Einen entsprechenden Beschluss-Antrag hat die Borner Alternative am 13.12.2012 in der Gemeindevertretersitzung eingebracht.

Welche Nutzung ist künftig für welches Gebäude sinnvoll? Hier sind die inhaltlichen, gestalterischen und wirtschaftlichen Belange gründlich zu diskutieren und einzuarbeiten.

Das selbe gilt auch für den Komplex Museum. Dazu ist eine inhaltliche Abstimmung mit den auf der Halbinsel bestehenden Museen vorzunehmen, damit Themenüberschneidungen weitgehend vermieden werden.

Wie groß ist die bisherige Ausstellungsfläche und wie groß wird sie künftig sein können?

Was sammelt das Forst-und Jagdmuseum? Unsere Forderung, wonach ein Sammlungskonzept für das Museum zu erarbeiten ist, fand am 13.12.2012 Eingang in den mehrheitlich gefassten Beschluss.

Hier sollte eine Konzentration auf die reiche Darßer Forst- und Jagdgeschichte geplant werden.

Es entsteht der Eindruck, dass die Geschichte der Alten Oberförsterei selbst nicht genügend Berücksichtigung fand. Diese, beginnend von der ersten Erwähnung an aufzuarbeiten, zählt zu den vorrangigen Aufgaben, die im Zuge einer Neueinrichtung des Forst-und Jagdmuseum anstehen.

Das Museum im Haupthaus (Erdgeschoss) böte die Möglichkeit, in den historisch authentischen Räumen Geschichte zu dokumentieren! Ein entscheidender Vorteil bei der Vermarktung!

Der Besucher stünde in den Räumen, in denen viele Generationen früherer Forstmeister arbeiteten, und in denen schließlich 1945 die sowjetischen Besatzer saßen.

Schätze besitzen ist das Eine - Schätze heben das Andere.

2010

Im Sommer 2010 kaufte die Gemeinde Born das Gelände der Alten Oberfösterei. Nun muss ein Konzept zur zukünftigen Nutzung des gesamten Ensembles entwickelt werden.

 

Dieses muss

  • möglichst viele der öffentlichen/kulturellen Funktionen für Born aufnehmen, die z.Zt. nicht oder nur provisorisch gelöst sind,
  • den Erfordernissen des Denkmalschutzes gerecht werden,
  • sowohl in der Realisierungsphase (Baukosten) wie auch nach Fertigstellung (Betriebskosten) realistisch kalkuliert und für die Gemeinde finanziell tragbar sein.

Eine erste Ideensammlung hat die Borner Alternative im August 2010 aufgestellt und im Oktober dem Tourismusausschuss vorgelegt. Diese Sammlung ist als Diskussionsgrundlage gedacht, um ein Gespräch über Wünsche an das zukünftige kulturelle Zentrum der Gemeinde Born und deren Realisierungsmöglichkeiten anzustoßen. In diese Sammlung sind ebenso Vorschläge eingeflossen, die bereits allgemein im Gespräch sind also auch solche, die vielleicht zunächst überraschen.

Ideensammlung zur Alten Oberförsterei

  • Forst- und Jagdmuseum

    • Museen erwirtschaften i.d.R. 5-40% ihrer Kosten, Subvention durch andere Einnahmen erforderlich
    • Räume für : Ausstellung, Büro, Depot, Archiv, WC, Garderobe
    • Professionelles Museumskonzept erforderlich (Sammlungs- und Ausstellungskonzept,Trägerschaft, Finanzierung)
    • ICOM-Richtlinien sind zu beachten
    • Zusammenarbeit mit Landes-Museumsverband
    • Integration der Nationalparkausstellung denkbar

  • Gastronomie

    • Wildrestaurant
    • Hofcafè / Biergarten

  • Theater

    • Freilichtbühne (Darßfestspiele)
    • Innentheater mit min. 60 Plätzen (Sommertheater)
    • Technikraum
    • Garderoben
    • Sanitäräume
    • Büro

  • Bildungseinrichtung

    • Jagdschule (Kurse für Jagdscheine, mögliche Einnahmequelle)
    • Forstschule (Aus- und Weiterbildungseinrichtung für Förster)
    • Bildungsdependance größerer Firmen
    • Kooperation mit möglichen Trägern sondieren

  • Sporteinrichtungen

    • Sport?halle? (Mehrzweckhalle)
    • Gymnastikraum/Kraftsportraum
    • Prüfen, ob Fußballplatz auf dem Gelände möglich und/oder Volleyballfeld

  • Jugendeinrichtungen

    • Jugendclub (evtl. im Gebäude der Nationalparkausstellung)
    • gut kombinierbar mit Sportmöglichkeiten (s.o.)
    • wichtig um dörfliches Leben einzubinden

  • Wohnraum

    • konstante Einnahmequelle
    • Wohnraum für Saisonkräfte
    • Dauerwohnraum
    • Zimmer für Künstler

  • Bürgerzentrum

    • Raum für Feiern, der von Einwohnern gemietet werden kann
    • Räume für Vereine

  • Tiergehege im Park